Hund bellt andere Hunde an – Was tun?

Noch vor zwei Monaten hatten wir immer das gleiche Problem. Jedes Mal als mein Herrchen mit mir spazieren gegangen ist, hatten wir das gleiche Problem. Es gab ständig diese Situationen in denen wir andere meiner Artgenossen getroffen haben. Ich habe dann jedes Mal ganz sehr gebellt und stark an der Leine gezogen. Hier erfahrt ihr, wieso ich das gemacht habe und was eventuell andere Gründe bei ihrem Hund dafür sein können:

Warum bellt Ihr Hund andere Hunde an?

Die bevorzugte Kommunikationsweise von uns ist die Körpersprache, wenn wir nun andere Hunde anbellen, sehen wir oftmals keine andere Möglichkeit uns auszudrücken. Wenn Sie mit Ihrem Hund spazieren gehen und er angeleint ist, ist er in seinen Kommunikationsmöglichkeiten eingeschränkt, da er sich nicht frei bewegen kann. Angst, Aggression und Verunsicherung sind nun die Folgen daraus, woraufhin Ihr Hund keine andere Möglichkeit sieht außer den anderen Hund anzubellen.
Bei mir war es Angst und Verunsicherung. Ich bin ein eher kleiner Hund, wenn mir ein größerer Hund entgegengekommen ist, ist es mir jedes Mal eiskalt den Rücken herunter gelaufen, aber natürlich habe ich mir das nicht anmerken lassen. Ich bin schließlich ein richtiger Rüde.

Wie können Sie dies nun verhindern?

Sie sollten die Begegnung mit anderen Hunden frühzeitig trainieren. Die erste Begegnung sollte in Ruhe und ohne Leine geschehen. Dies sollte ein geeigneter neutraler Ort sein. Ist dies nun mehrmals reibungslos geschehen, ist Ihr Hund bereit für die Begegnung an der Leine. Mit Futter in der Hand wird auf einen anderen Hund zugegangen. Sie sollten das Futter direkt vor der Schnauze Ihres Hundes halten, sodass er Ihre Hand fokussiert. Sind Sie an dem anderen Hund problemlos vorbei gelaufen geben Sie Ihrem Hund das Futter. So lernt Ihr Hund, dass sobald ein anderer Hund in Sicht ist, gibt es Futter. Sie bestärken somit das Verhalten, welches Sie sich Ihrem Vierbeiner wünschen. Sie als Rudelführer spielen natürlich auch eine sehr große Rolle. Wir Hunde merken genau, ob Sie unsicher auf die bevorstehende Begegnung zulaufen oder ob Sie selbstbewusst und ruhig auf einen anderen Hund zugehen. Wenn es dann geklappt hat und Ihr Hund ruhig geblieben ist, hören sie nicht sofort mit dem Training auf. Sie sollten Ihrem Hund weiterhin ein Leckerli reichen, um die Konditionierung aufrechtzuerhalten. Nach gewisser Zeit die Sie selbst am besten einschätzen können geben Sie nicht mehr bei jeder Begegnung eine Belohnung und so verringern Sie das Futter kontinuierlich weiter bis keine Leckerlis mehr benötigt werden.

So die Theorie, die mein Herrchen sehr genau wusste und schließlich in die Tat umsetzte. Die Praxis sah bei uns jedoch etwas anders aus. Als mein Herrchen es immer wieder wie oben beschrieben versuchte, aber ich einfach nicht hören wollte, probierte er etwas Neues aus. Er nahm eine kleine Sprühflasche und füllte sie mit Wasser. Jedes Mal wenn ich bei einer Hundebegegnung angefangen habe mit bellen, habe ich ein paar Spritzer aus der Sprühflasche abbekommen. Habe ich nicht gebellt, so habe ich von mein Herrchen sofort ein Leckerli bekommen. Irgendwann ist mir dann bewusst geworden, dass so ein Leckerli doch viel cooler ist, als den anderen Hund anzubellen. Vor allem, beschützt mich ja mein Herrchen. Manchmal bin ich zwar immer noch etwas Unsicher und habe ein bisschen Angst bei anderen meiner Artgenossen, aber dank meines Herrchens gehen diese Gefühle ganz schnell vorbei und es gibt immer ein Leckerli. Und Leckerlis liebe ich.

Viel Spaß beim Ausprobieren,
Euer Jay.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s